Inhalt - 6 - Asbestopfer - allein gelassen mit dem schleichenden Tod

Asbestopfer - allein gelassen mit dem schleichenden Tod

Asbest bringt Leid und Tod – meist erst Jahrzehnte nach dem letzten Kontakt mit dem krebserregenden Werkstoff. Asbestopfer haben schlechte Chancen auf eine gerechte Entschädigung, weil die Verjährungsfristen viel zu kurz sind. Justiz und Politik schieben das Problem vor sich her.

 

Details zur Sendung

Ein heute 62-jähriger Automechaniker musste als Lehrling mit asbesthaltigen Bremsbelägen arbeiten. 40 Jahre nach dem letzten Asbestkontakt diagnostizierten die Ärzte bei ihm einen asbestbedingten Brustfellkrebs. Seither geht es ihm gesundheitlich immer schlechter; zudem kämpft er mit der zermürbenden Bürokratie der Versicherungen. Besonders stossend: In der Schweiz verjähren vertragliche Ansprüche auf Schadenersatz und Genugtuung bereits nach zehn Jahren. Das Bundesgericht trat bisher nicht auf die Forderungen von Asbestopfern ein. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EMGR) hat diese Praxis für widerrechtlich befunden. Aber geändert hat sich für die Opfer und deren Angehörigen nichts. Das Bundesgericht schiebt die fällige Praxisänderung auf die lange Bank, und die Politik vertagt verbindliche Verbesserungen. Das Nachsehen haben die Opfer. Beobachter TV begleitet den ehemaligen Automechaniker auf seinem juristischen Leidensweg und versucht, ihm zu seinem Recht zu verhelfen.

 

SRF 1: Sonntag, 21. Juni 2015, 18.15 Uhr

Thema der Woche: Asbest

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