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Steuervogt ohne Gnade

Wer keine Steuererklärung einreicht, wird vom Staat automatisch höher eingeschätzt – wie der  Legastheniker Ernst Suter aus Dürnten. Bei einer psychisch kranken Frau verlangt der Fiskus fast 1,8 Millionen Franken. Der neue Fall zeigt: Hilflose Steuerpflichtige finden im Kanton Zürich keine Gnade.

Details zur Sendung

Eine Anästhesie-Ärztin ist seit Jahren depressiv und fühlt sich deshalb ausser Stande, ihre administrativen Angelegenheiten zu bewältigen. Weil sie keine Steuererklärung einreichte, veranlagte das Steueramt sie Jahr für Jahr. Ohne weitere Abklärungen erhöhte das Amt die Beträge bis zu grotesken 750.000 Franken – dies bei 250.000 Franken Jahreseinkommen. Und so türmten sich die Steuerforderungen auf 1,8 Millionen Franken. Der Fiskus trieb das Geld gnadenlos ein, pfändete Lohn und Altersrente und liess die psychisch kranke Frau polizeilich vorführen. Inzwischen pensioniert, lebt die ehedem gutgestellte Frau am Existenzminimum und ist bis zum Lebensende ruiniert. Ausser es gelingt Beobachter TV, die Betreibungen zu stoppen und die Steuerforderungen abzuwehren.

 

SRF 1: Sonntag, 10. Mai 2015, 18.15 Uhr

Thema der Woche: Steuereinschätzung

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    • Kommentare

      (4)
      • Monika Hürlimann02.06.2015 | 11:51

        Steuervogt ohne Gnade

        Kann ein Steueramt mit diesem Missbrauch nicht strafrechtlich angezeigt werden?

      • Georg Bender13.05.2015 | 14:02

        Ergänzung zu meinem gestrigen Kommentar:
        Um wie viel wurde das Vermögen jährlich erhöht? Bei einem jährlichen Einkommen von mind. CHF 250'000 ist eine Vermögenssteigerung fast "unausweichlich"! Welche Vermögenstatbestände wurden angegeben!
        Die Vorgehensweise der involvierten Ämter verletzt ganz klar die Sorgfaltspflicht! Der Bürger ist "Mitbesitzer" und Kunde (Pflichtleistung) des Staates!
        Die Mitarbeiter und Politiker der "Unternehmung" Staat sind für das Image verantwortlich!

      • Georg Bender12.05.2015 | 15:33

        Der gesunde Menschenverstand scheint nicht mehr vorhanden zu sein? Die Paranoia grassiert auf allen Ebenen des täglichen Lebens! Das Geld, jederzeit Druckreif, ist wichtiger als der Mensch! Hetze gegen Sozialhilfeempfänger, Flüchtlinge etc.! Alle meinen, sie würden ihren Wohlstand verlieren!
        In einem solchen kranken Umfeld, werden solche abstrusen Vorfälle zum Tagesgeschäft?
        Die zu hohen geleisteten Deckungsbeiträge der Staatsquote, müssen zurückgegeben werden, weil die Sorgfaltspflicht völlig ausgehebelt wurde!
        Wir leben in einem Rechtstaat, welcher die Menschen schützen soll und nicht abzocken!

      • sylvia kramer10.05.2015 | 19:35

        Ich frage mich warum der Arbeitgeber seine Mitarbeiterin nicht auf die Lohnpfändung angesprochen hat. Auch er hätte seine Hilfe anbieten können. Ich als Personalverantwortliche hätte das auf jede Fall gemacht.

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