Inhalt - 5 - Ärger mit der Invalidenversicherung – ewiges Warten auf einen Entscheid

Ärger mit der Invalidenversicherung – ewiges Warten auf einen Entscheid


Als Rangierarbeiter von einem Bahnwagen überrollt, während der Lehre als Metzgerin verunfallt, als Coiffeuse wegen Krankheit arbeitsunfähig geschrieben: Sie alle warten seit Jahren vergeblich auf einen Entscheid der IV.


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Wenn ein Unfall oder eine Krankheit Menschen aus ihrer Arbeit katapultiert, ist das ein harter Schlag. Erst recht, wenn sie danach noch jahrelang auf den Entscheid warten müssen, ob die Invalidenversicherung eine Rente oder eine Umschulung bezahlt. Oft bleibt nur noch der Gang zur Sozialhilfe, dies obwohl die IV Eingliederung vor Rente zum obersten Ziel erklärt hat.

So ergeht es einem 45-Jährigen, der vor 22 Jahren als Bahn-Angestellter beim Rangieren verunfallte und schwere Bein- und Rückenverletzungen erlitt. Oder einer 32-jährigen Metzgerin, die während ihrer Lehre beim Turnen verunfallte und zusätzlich an einer Autoimmunkrankheit leidet. Und so ergeht es auch einer 45-jährigen, die wegen einer schmerzhaften Krankheit nicht mehr als Coiffeuse arbeiten darf und vergeblich neue Arbeit sucht.

Das lange Warten auf den IV-Entscheid hat Gründe: Einerseits schieben die IV und andere Stellen ihre Klienten von Abklärung zu Abklärung, anderseits haben Gesuchsteller oft realitätsfremde Vorstellungen von ihren beruflichen Eignungen.

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SRF 1: Sonntag, 27. September 2015, 18.15 Uhr

Ihr Kommentar zur Sendung

    • Kommentare

      (1)
      • Georg Merkl05.10.2015 | 19:20

        Bei den Empfehlungen am Ende der Sendung wurde bei der Empfehlung, man sollte "Bei einem negative Entscheid Einsprache prüfen" ein Fehler gemacht. Das Rechtsmittel der Einsprache gegen Verfügungen der IV, in welcher Leistungen abgelehnt werden, wurde bereits vor Jahren abgeschafft. Gegen einen Vorbescheid der IV, in dem Leistungen abgelehnt werden, kann man innerhalb von 30 Tagen "Einwände" bei der IV einreichen. Gegen eine im Anschluss erfolgende Verfügung der IV kann man beim kantonalen Versicherungsgericht eine Beschwerde einreichen bzw. gegen Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde einreichen (Artikel 73ter und 74 IVV).

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