Inhalt - 6 - Pflegende Angehörige werden alleingelassen

Pflegende Angehörige werden alleingelassen


Parkinson, Demenz, Krebs: Eine solche Diagnose verändert das Leben – auch jenes der Angehörigen. Plötzlich braucht der Partner oder ein Elternteil Pflege rundum die Uhr. Die überforderten Angehörigen bleiben auf sich allein gestellt. Auch finanziell.


Details zur Sendung

Die 54jährige Susanna Guntli ist eine von Hunderttausenden, die einen Angehörigen zuhause pflegen. Ihr Lebenspartner ist schwerkrank, braucht alle vier Stunden eine Dialyse und kann ohne Hilfe nicht einmal auf die Toilette. Um ihren Partner zu betreuen, hat Susanna Guntli ihren Job aufgegeben und das Haus behindertengerecht umgebaut.

Auf den Kosten dafür bleibt sie sitzen. Sie weiss nicht, wo sie finanzielle Hilfe erhält und fühlt sich alleingelassen. Jürg Keim verschafft ihr den Durchblick im Formulardschungel. Allerdings bleibt eine bittere Tatsache: Einen grossen Teil der Betreuungskosten muss sie selber tragen.

Dies hat auch Charlotte Widmer erfahren. Sie betreut seit Jahren ihre an Parkinson erkrankte Mutter. Weil sie weiterhin berufstätig ist, hat sie mehr Spielraum. Aber auch Charlotte Widmer beklagt die fehlende Unterstützung.

Ausgerechnet die Angehörigen, die sich aufopfern, werden vom Staat weitgehend im Stich gelassen. Ein Problem mit sozialer Sprengkraft.

 

SRF 1: Sonntag, 04. Oktober 2015, 18.15 Uhr

Thema der Woche: Angehörige selber pflegen

HelpOnline - Informationen zu wichtigen Rechtsfragen

Als Mitglied des Beobachters finden Sie auf HelpOnline Informationen zu den wichtigsten Rechtsfragen des Alltags - schnell, einfach und rund um die Uhr. Hier finden Sie nützliche Links zum Thema:

HelpOnline: Wenn Angehörige ihre Verwandten pflegen

HelpOnline: Wohnen im Alter

Ihr Kommentar zur Sendung

    • Kommentare

      (1)
      • Georg Merkl05.10.2015 | 19:06

        Es trifft nicht zu, dass es auf jeden Fall korrekt ist, wenn bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen nachdem zusätzlich zur Lebenspartnerin noch zwei Personen als Untermieter eingezogen sind nur noch ein Viertel der Miete und Nebenkosten als anerkannte Ausgabe anerkannt werden und deshalb die Ergänzungsleistungen zur AHV gekürzt werden. Denn die Aufteilung des Mietzinses und der Nebenkosten hat gemäss Artikel 16c Absatz 2 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen nur "grundsätzlich" zu gleichen Teilen zu erfolgen. Gemäss Urteilen des Bundesgericht und kantonaler Versicherungsgerichte kann von dieser "Regel" abgewichen werden, wenn die Fläche nicht gleich verteilt ist.

    • Kommentar schreiben

      Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie sich zuerst einloggen oder neu registrieren.

      Anmelden