Die Hiobsbotschaft kam an einem kalten Januarmorgen. «Ich rate Ihnen, die Wohnung sofort zu verlassen», sagte der Asbestfachmann am Telefon. Pia Noser* flüchtet mit ihrem zwei Wochen alten Baby, einem der beiden Söhne und dem betagten Vater ins Auto. Im Badezimmer, einer staubigen Baustelle, hatte der Spezialist Asbest nachgewiesen.

Die 39-jährige Mutter sucht verzweifelt Hilfe. «Ich sass mehrere Stunden im Auto und habe telefoniert.» Ihr Mann nimmt notfallmässig frei. Eine Woche lang wird die fünfköpfige Familie aus Kriens LU samt Vater bei Freunden und im Hotel übernachten, während eine Spezialfirma die Wohnung reinigt.

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